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Wurzeln der Firma Dallmayr reichen bis 1700 zurück


Nachdem ich Ihnen in meiner neuen Serie bereits je zwei bedeutende Familienunternehmen aus dem hohen Norden und dem Westen vorgestellt habe, möchte ich mich ab heute um den Süden kümmern. Sowohl in Nürnberg, als auch in Stuttgart und München sitzen große Traditionsunternehmen, die in Familienhand sind. Ganz besonders gefällt mir die Historie der Firma Dallmayr, die bis ins Jahr 1700 zurück reicht.

Dallmayr ist nicht nur in München eine große Marke

Nahezu jeder kennt die Fernsehwerbung, in der die Kaffeebohnen noch aus dem alten Holzspender über eine Rutsche in die Verpackung rutschen, die Verkäuferin noch einmal ihre Rüschen-Schürze zurecht rückt und der Kaffee anschließend noch mit einer alten Waage gewogen wird. Passend dazu natürlich auch die Kaffeehaus-Atmosphäre mit klassischer Klaviermusik im Hintergrund.

„Schön, dass es etwas so Gutes noch gibt”, sagt eine angenehme Frauenstimme aus dem Off und schließt mit dem Slogan der Firma: „Dallmayr Prodomo -- vollendet, veredelter Spitzenkaffee”. Doch Dallmayr ist nicht nur bekannt für seinen Kaffee, sondern ist in München auch ein großes Feinkost- und Delikatessengeschäft. Das Erdgeschoss des Stammhauses in der Münchener Dienerstraße ist einem Schlaraffenland nachempfunden und wird jedes Jahr von rund 1,3 Millionen Menschen besucht.

Familiennachfolge in der dritten Generation

Seit 1977 leiten Wolfgang Wille und Georg Randlkofer, der Urenkel von Anton und Therese Randlkofer das Unternehmen. Therese Randlkofer übernahm das Geschäft nach dem Tod ihres Mannes Anton 1895, der das Geschäft wenige Jahre zuvor vom Namensgeber Alois Dallmayr gekauft hatte. Für damalige Verhältnisse kam es einer Sensation gleich, dass ein Unternehmen eine Firmenchefin hat. Seitdem führen die Familien Wille und Randlkofer das bewährte Traditionsunternehmen, dass um 1900 sogar als königlicher bayerischer Hoflieferant ausgezeichnet wurde. Wie in Bayern üblich, wird ganz besonders im Hause Dallmayr die Tradition groß geschrieben. So wird es aller Voraussicht nach auch in der Familiennachfolge weitergehen.

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