. Zur Startseite Märchen
 

Wie soll es in der Unternehmensnachfolge weitergehen? (14)


Eines Abends sprach der Unternehmer wieder zu seiner Kristallkugel, in der seine Partnerin Heike Hexler erschienen war. Nach einer kurzen, herzlichen Begrüßung verfinsterte sich die Miene der alten Frau, die nun zornig sprach: “Die Kinder müssen fort, du musst sie tiefer in den Wald hineinführen, damit sie den Weg nicht wieder herausfinden; es sieht mit der Unternehmensnachfolge sonst schlecht aus. Wie soll das Unternehmen denn fortgeführt werden, wenn die Kinder auch noch ihren Pflichtteil bekommen sollen? Denk doch allein nur an die Erbschaftssteuer, die wir dem Froschkönig ins gierige Maul werfen müssen.”

Dem Mann fiel’s schwer aufs Herz, und er dachte: “Es wäre besser, selbst einen größeren Substanzverlust hinzunehmen und vielleicht doch, gemeinsam mit meinen Kindern, nach einer Lösung zu suchen.” Aber die Frau hörte auf nichts, was er sagte, schalt ihn und machte ihm Vorwürfe. “Wer A sagt, muss auch B sagen!” Und weil er das erste Mal nachgegeben hatte, so musste er es auch zum zweiten Mal.

Die Kinder waren aber noch wach gewesen und hatten auch dieses Gespräch mit angehört. Als der Unternehmer schlief, stand Hänsel wieder auf, wollte hinaus und die Kieselsteine auflesen, wie das vorige Mal; doch der Vater hatte die Passwörter für die Alarmanlage geändert, wie er es von Zeit zu Zeit aus Vorsicht tat. Also konnte Hänsel nicht heraus. Aber er tröstete sein Schwesterchen und sprach: “Weine nicht, Gretel, und schlaf nur ruhig, auch in diesen Krisenzeiten werden wir an unseren Plänen festhalten. Immerhin habe ich in unserer Unternehmensplanung unterschiedliche Szenarien durchgespielt, so dass sich das Märchen von der Unternehmensgründung für uns sicher erfüllen wird.”

Unternehmensnachfolge

Unternehmensnachfolge über Stock und Stein

Am frühen Morgen kam der Unternehmer und holte die Kinder aus dem Bette, um sie in den Wald zu schicken, diesmal jedoch, um seiner rechten Hand, Heike Hexler, einige Unterlagen zukommen zu lassen. Der Unternehmer wusste, dass allein der Weg zu seiner Gespielin sehr beschwerlich war. Unzählige Gefahren warteten auf Hänsel und Gretel, insbesondere hinter den sieben Bergen bei den Sieben Zwergen.

Natürlich ahnte er nicht, dass es sich damit selbst ein Bein stellte und zu stolpern drohte. Auch wenn nun Hänsel und Gretel ihres beschwerlichen Weges über Stock und Stein gehen sollten, stand auch der Unternehmer vor den Herausforderungen einer erfolgreichen Unternehmensnachfolge. Hier machte er es sich wahrlich nicht leicht: So plagte er sich mit seinen Kindern, die hinfort mussten, aber auch mit seiner Partnerin Heike Hexler, die ihm eine schlechte Beraterin war. Sein Herz verriet ihm indes, worauf es in der Nachfolgeplanung wirklich ankommt.

Bekanntlich führen “alle Wege nach Rom” … doch nur manche führen in eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge. Anders als beim Weg in die Selbstständigkeit sind Fehler in der Unternehmensnachfolge häufig bitter. Denn selbst im Falle eines Konkurses besteht durchaus die Möglichkeit, sich in der Zukunft eine neue Existenz aufzubauen. Die Unternehmensnachfolge lässt sich nur ein einziges Mal im Leben planen und durchführen. Hierbei ist entscheidend, das eigene Lebenswerk an die nachfolgende Generation weiterzugeben, aber auch, das Risiko für den Nachfolger zu minimieren.

2 Kommentare zu „Wie soll es in der Unternehmensnachfolge weitergehen? (14)“

  1. [...] änderten sich je nach Situation von Zeit zu Zeit. Nur so ist es zu erklären, dass die Kinder in unserem Märchen von der Unternehmensnachfolge vom rechten Weg abkamen und fälschlicherweise über die sieben Berge zu den sieben Zwergen gingen, um schließlich an [...]

  2. [...] taten sie in ihrer Bequemlichkeit nicht besonders viel. Als schließlich der böse Wolf im Auftrag des Froschkönigs kam, um die Erbschaftsteuer einzutreiben, führte dies zu einem Liquiditätsengpass. Das hat die [...]

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Sie müssen angemeldet sein, um kommentieren zu können.