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Wie lassen sich Kieselsteine in der Unternehmensnachfolge umschichten? (52)


Die Wirrungen und Wendungen in der Unternehmensnachfolge hatten bislang dazu geführt, dass sich die Kieselsteine zu einem Turm aufgeschichtet hatten, der mittlerweile schwer auf den Schultern des Unternehmers lastete. Er wollte nun den Rat seines Freundes befolgen, und suchte nach einem Weg, sie so umzuverteilen, dass die Nachfolgeplanung nicht wie ein Kartenhaus zusammenzufallen drohte.

Unternehmensnachfolge

Gesetzliche Erbfolge in der Unternehmensnachfolge

Wo aber sollte der Unternehmer anfangen? Musste er tatsächlich erst den Nachfolger bestimmen, wie ihm der Dorfrichter Adam damals empfohlen hatte? Sicher war, dass eine Regelung für die Liquiditätssicherung für den Erbfall her musste.

Auf die gesetzliche Erbfolge wollte sich der Unternehmer unter gar keinen Umständen verlassen. Schließlich hatte er doch mehr als einen Erben, so dass sich das Problem der Erbengemeinschaft stellte. Würde er eines Tages sterben, hätten seine drei Kinder, Hans im Glück, Hänsel und Gretel Anspruch auf die Führung des Unternehmens. Bereits während der Reise durch den Märchenwald hatte sich jedoch nur allzu deutlich gezeigt, wie schnell es unter ihnen zu Streitigkeiten kam.

Gleichzeitig hatte der Unternehmer immer wieder erfahren, wie schnell sich die Situation in der Nachfolgeplanung ändern konnte. War er sich sicher, in der Unternehmensnachfolge den richtigen Weg eingeschlagen zu haben, wurden ihm und seiner Familie alsbald neue Steine in den Weg gelegt. Hatte er einen Nachfolger für die Knusperhäuschen GmbH ins Auge gefasst, war er sich nicht mehr sicher, ob dies die richtige Entscheidung war – auch wenn beispielsweise die Schenkung im Vergleich zur gesetzlichen Erbfolge sicherlich einige Vorteile mit sich brächte:

  • Erforderliche Liquidität steht sofort zur Verfügung
  • Liquiditätsbelastung ist planbar
  • Liquidität steht ein Leben lag zur Verfügung
  • Freibeträge können alle zehn Jahre ausgenutzt werden
  • Zeitpunkt der Steuerlast kann auf diese Weise bestimmt werden

Die Schenkung schien somit eine ausgezeichnete Möglichkeit der Liquiditätssicherung zu sein, gäbe es nicht die mit diesem Lösungsansatz verbundenen Nachteile:

  • Auch wenn die Versicherungssumme nicht erbschaftssteuerpflichtig ist, so fällt doch Schenkungssteuer an
  • Die Effizienz einer Schenkung ist fraglich und muss im Einzelfall geprüft werden
  • Der Nachfolger muss früh bestimmt werden

Zwar wollte der Unternehmer sein Lebenswerk, die Knusperhäuschen GmbH, erfolgreich an seine Nachkommen weitergeben, jedoch keinesfalls die mit einer Schenkung verbundenen Nachteile in Kauf nehmen.

“Damit das Märchen von der Unternehmensnachfolge für mein Lebenswerk wahr wird, muss ich einen Lösungsansatz finden, der das eine optimiert, ohne das andere außer Acht zu lassen. Alles hängt mit allem zusammen – wie kann ich da auf den einen Aspekt verzichten, um einen anderen für die Unternehmensnachfolge zu nutzen? Für wahr – in der Unternehmensnachfolge muss mir die Quadratur des Kreises gelingen. Es braucht wohl einen beflissenen ‘Handwerker’ auf diesem Gebiet, um die Feinheiten erkennen zu können.”

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