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Wenn der Goldesel in die Jahre kommt (35)


Gute Gesellschaft ist in der Unternehmensnachfolge von besonderem Wert

Auf einmal gefiel dem Unternehmer der Gedanke, dass der Weise Merlin beim Gespräch am runden Tisch anwesend war, zumal er es ja in gewisser Weise auch nicht war. Als er sich mit seinen Kindern und dem Märchenprinz erneut in die Verhandlungen begab, schien es so, als fielen die einstigen Kieselsteine, die bisweilen schwer auf seinen Schultern lagen, endgültig von ihm ab. Er merkte, wie sich die Anspannung langsam löste und alle Beteiligten nicht mehr gegeneinander, sondern endlich miteinander reden konnten. Auf einmal entbrannte die Frage, ob die Knusperhäuschen GmbH die Ziele in der Unternehmensnachfolge erreichen konnte, ohne dass ein neuer Gesellschafter mit ins unternehmerische Boot geholt werden musste.

Auf den Goldesel im Märchenland konnte man sich auch nicht mehr verlassen. Der Gute war schon ein wenig in die Jahre gekommen. Wie es das Schicksal wollte, hatte er es mit Verstopfung und anderen unliebsamen Gebrechen zu tun – kurz, er konnte kein Gold mehr “produzieren”. Mit den Krediten sah es seitdem schlecht aus, obwohl der Esel nach einer mehrwöchigen Kur im Schlaraffenland wieder neues Gold spie – jedoch gar zu viel, was für die Unternehmen im Märchenland wahrlich nicht märchenhaft war.

Unternehmensnachfolge

In der Unternehmensnachfolge trägt die Liebe häufig reiche Früchte

Da bot sich der Märchenprinz an, als neuer Gesellschafter in die Knusperhäuschen GmbH zu investieren, die Führung aber Gretels Bruder zu überlassen: “Auch wenn die Liebe ein festes Band zwischen Gretel und mich gewoben hat, so habe ich doch keine Kristallkugel, die mir die Zukunft verrät. Zudem werde ich einst das Königreich leiten – dies ist eine Verantwortung, die mir Bürde genug ist. Nehmt mich daher bitte in den Kreise eurer Familie auf – und zugleich in die Gesellschaft eures Familienunternehmens.”

Der Unternehmer freute sich und umarmte seine Kinder; nicht nur, dass sich die Familie einig war, auch die Unternehmensnachfolge wurde am runden Tisch – und wohl mit der Hilfe des großen Merlin – geregelt. Ende gut, alles gut? Soweit sind wir noch lange nicht. Lesen Sie im nächsten Teil, welch unerwartete Steine dem Unternehmer und seiner Familie in den Weg gelegt werden.

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