Es war einmal ein Unternehmer, der mit der Knusperhäuschen GmbH ein seit Jahrhunderten florierendes Traditionsunternehmen führte. Mit zunehmendem Alter fing er an, sich über die Weitergabe seines Lebenswerkes Gedanken zu machen. Klar, dass eines seiner Kinder Hänsel oder Gretel als Nachfolger…
Doch halt! So schnell geht das alles gar nicht:
“Geht mir mit eurem Märchen [von der Unternehmensnachfolge], sag ich euch.” (Kleist, Der zerbrochene Krug, Erster Auftritt)
Die Nachfolgeplanung muss ganz nüchtern und sachlich gestaltet werden – hier heißt es, den Nachfolger frühzeitig zu bestimmen und von den Steuervorteilen einer Schenkung zu profitieren. Wer glaubt, sich in der Nachfolgeplanung allzu viel herausnehmen zu können, indem er etwa den Nachfolger flexibel bei Zeiten bestimmen möchte, der kämpft gegen unzählige Herausforderungen. Schließlich verstrickt man sich auf diese Weise derart in der Unternehmensnachfolge, dass sie immer verworrener wird. In der Nachfolgeplanung muss man den Cash Flow im Auge behalten und ihn nach Möglichkeit bewahren. Nur darum kann und muss es in der Unternehmensnachfolge gehen.
“Seit Kaiser Karl V schon besteht: Was lässt sich in Gedanken nicht erfinden? Die Welt, sagt unser Sprichwort, wird stets klüger, und alles liest, ich weiß, den Pufendorf; doch Husum ist ein kleiner Teil der Welt, auf den nicht mehr, nicht minder, als sein Teil nur kann von der allgemeinen Klugheit kommen.” (Kleist, Der zerbrochene Krug, Vierter Auftritt)
Dem Dorfrichter Adam zum Trotz: Das Märchen von der Unternehmensnachfolge
Eine märchenhafte Unternehmensnachfolge – für viele Unternehmen spielt nicht einfach die Fortführung des Unternehmens eine Rolle. Unternehmensnachfolge ist häufig auch gleichbedeutend mit der Weitergabe eines Lebenswerkes. Dies erfordert einen komplexen Lösungsweg, der neben einer aktiven Liquiditätssicherung einen individuellen Zuschnitt, eine flexible Anpassung an sich verändernde Bedingungen sowie die angemessene Versorgung nahestehender Familienmitglieder beinhaltet.
In diesem Weblog (einem Online-Magazin mit regelmäßig erscheinenden Beiträgen) erzähle ich zusammen mit meinem Team das Märchen von der Unternehmensnachfolge. Während unsere Protagonisten, allen voran der Unternehmer (Chef der Knusperhäuschen GmbH) und seine Kinder Hänsel und Gretel, aber auch der Märchenprinz sowie weitere illustre Gesellen aus Märchenwelt bis Weltliteratur für eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge kämpfen, versucht die Gesellschafterin Heike Hexler die Weitergabe des Traditionsunternehmens an die nächste Generation zu verhindern. Und auch der Dorfrichter Adam ist mit von der Partie – sorgt wieder einmal für zerbrochene Krüge und andere Ungereimtheiten.
Ob sich das Märchen von der Unternehmensnachfolge schließlich für den Unternehmer und seine Familie erfüllt, darum geht es in dieser Geschichte – um verschlungene Wege in der Nachfolgeplanung, aber auch um neue Lösungen in der Liquidität für den Erbfall. Und nun wünsche ich Ihnen viel Spaß bei der Lektüre des Märchens von der Unternehmensnachfolge.






[...] gesetzt, der mit der Gesellschafterin Heike Hexler gemeinsame Sache machte. Der Berater, der Dorfrichter Adam, hatte ganz eigene Vorstellungen, wie eine Unternehmensnachfolge ablaufen [...]
[...] hatte jedoch alles mit dem Dorfrichter Adam, der den Unternehmer in der Unternehmensnachfolge falsch beraten hatte. Schließlich setzte der [...]
[...] behilflich sein, wieder zurück zu gelangen, um den Schuldigen zu finden, der in eurer Geschichte den Krug zerbrochen hat. Um einen Gefallen bitte ich euch jedoch: Der Unternehmer darf auf keinen Fall die [...]