Nun habe ich gerade vor einer überhasteten Unternehmensnachfolge gewarnt, da stoße ich schon auf den nächsten Fall, in dem eine solche Übernahme nicht reibungslos funktioniert hat. Nicht, dass Sie auf den Gedanken kommen, ich würde Angst verbreiten. Dennoch erstaunt es mich immer wieder, wie unüberlegt manche Menschen im Bezug auf dieses doch so wichtige Thema handeln. Es geht hier schließlich um nichts Geringeres als ihr Lebenswerk.
Ausgerechnet der bekannte Leibniz-Kekshersteller Bahlsen brach bei seinem Führungswechsel in den neunziger Jahren ein wie ein Kekshäuschen. Die Idee, dass einer der beiden Bahlsenbrüder die Süßgebäck-Sparte übernimmt, der andere die des Salzgebäcks hat offenkundig nicht funktioniert. Gerade in Familienunternehmen ist es daher von höchster Priorität, dass die Unternehmensnachfolge frühzeitig geregelt wird.
Laut einer Statistik des Instituts der deutschen Wirtschaft gelingt zwar zwei Dritteln aller Familienunternehmen der Sprung in die dritte, aber nur noch einem Achtel aller Betriebe der Sprung in die vierte Generation. Was würde passieren, wenn der Sohn, den man als Nachfolger fest eingeplant hat, ganz andere Interessen entwickelt oder die Tochter ohnehin nie den väterlichen Betrieb übernehmen wollte? Dann ist guter Rat teuer.
Eine Unternehmensnachfolge ist dem berühmten Butterkeks gar nicht so unähnlich: kurz nicht aufgepasst, schon ist eine Ecke abgebrochen… und so weiter. Doch soweit muss es gar nicht erst kommen: Mit einem gut durchdachten Plan zur Unternehmensnachfolge kann sichergestellt werden, dass Ihr Unternehmen auch nach der Übernahme nichts von seiner „Knusprigkeit“ verliert.
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