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Unternehmensberatung mit Folgen: 1. Teil (03)


Eine gescheiterte Unternehmensnachfolge – dies war selbst im Märchenland nichts Ungewöhnliches. Dennoch musste der Dorfrichter Adam befürchten, dass sein Ansehen in dieser Sache einigen Schaden nehmen würde: Das Zwitschern im Märchenwald war diesmal selbst zu seinen Ohren vorgedrungen. Die Spatzen pfiffen sein Scheitern in der Unternehmensnachfolge von den Dächern und zu allem Ungemach sollte das nächste XING-Treffen hochkarätiger Unternehmensberater ausgerechnet in dem friedlichen Dorf Husum abgehalten werden.

Auch wenn der Dorfrichter von neuen Ansätzen in der Unternehmensnachfolge wenig hielt, war ihm die bevorstehende Tagung des Unternehmerforums ein Dorn im Auge. Selbst ohne einen Blick in die Kristallkugel zu wagen, war abzusehen, dass ihm Heerschaaren von Beratern seine Ausnahmestellung im schönen Husum streitig machen würden, indem sie versuchten, die Dorfbewohner abzuwerben.

An erfolgreichen Unternehmern scheiterte es weder im beschaulichen Husum, noch in anderen Regionen Deutschlands, wie folgendes zufälliges Beispiel aus dem Schwabenland zeigen mag:

Dem Richter Adam war bei der Sache nicht wohl und er suchte durch allerlei Wendungen zu verhüten, dass die Wahrheit ans Tageslicht kam. Schließlich ging es nicht nur darum, sich die unliebsame Konkurrenz vom Leibe zu halten, sondern auch um sein eigenes Ansehen, ja sein Vermächtnis als redlicher Richter und Berater in der Unternehmensnachfolge zu wahren. Es gab also nur einen Ausweg: Das XING-Treffen musste unter allen Umständen verhindert werden.

Unternehmensnachfolge

Das Paradoxon des Dorfrichters

So sehr der Dorfrichter Adam sein Lebenswerk in Gefahr sah, so wenig berücksichtigte er, wie wichtig die damit verbundenen Werte in der Unternehmensnachfolge sind. Gerade in seiner Scheu, dem Neuen aufgeschlossen gegenüber zu stehen, spiegelte sich sein Scheitern wider.

Was aber hat das persönliche Scheitern des Dorfrichters mit der Realität deutscher Unternehmen zu tun? Ein bevorstehender Wechsel ist immer ein Einschnitt in das Unternehmen: Das Alte gilt nicht mehr, das Neue will auf den Weg gebracht werden. Dies erfordert sehr viel Mut, Größe und die Bereitschaft, die alten Zelte abzubrechen, um sie in der Zukunft wieder neu zu verorten. Die Nachfolgeplanung dient dazu, eine stabile Brücke zu bauen, um den Weg in die Unternehmensnachfolge sicher zu gestalten.

1 Kommentar zu „Unternehmensberatung mit Folgen: 1. Teil (03)“

  1. [...] dem Dorfrichter Adam, auch seine Probleme zu lösen: „Dein erstes Problem mit dem XING-Treffen in Husum lässt sich ganz ohne Magie [...]

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