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Risikomanagement im großen Stil?


Nicht nur in der Unternehmensnachfolge werden weniger Kredite gewährt – insgesamt hat sich die Situation bei den Banken noch nicht vollends entspannt. Offenbar sind viele Kreditinstitute seit der Finanzkrise aus dem letzten Jahr nicht mehr besonders risikofreudig.

Ein besseres Risikomanagement – dies scheint die Lösung aus diesem Dilemma zu sein. Mithilfe der Wahrscheinlichkeitsrechnung sollen Risiken künftig besser abgeschätzt werden. Sogar von einem neuen Studiengang ist in diesem Zusammenhang die Rede.

Risikomanagement auch für Großbanken?

Dabei scheinen gerade Großbanken kein Interesse an zusätzlicher Sicherheit haben zu müssen, weil sie sich dessen sicher sein können, im Ernstfall gerettet zu werden. So resümiert Finanzprofessor Reinhard Schmidt über die immer höher werdenden Türme selbst großer Banken (wie etwa der UBS), denen es in der letzten Zeit doch so gar nicht gut ging.

Mehr Risiko bedeutet hier mehr Ertrag – solange es funktioniert. Wenn es jedoch schief geht, macht es auch nicht ganz so viel. Schließlich ist es möglich auf den Staat zurückgreifen, der den Fall einer solchen Megabank ins Bodenlose schon verhindert.

Resolution Regime – damit Banken geordnet in Insolvenz gehen können

Bundesbank Chef Axel Weber kennt die Lösung, und benennt sie mit dem englischen Begriff Resolution Regime. (Quelle: Reuters) Hierzu gehört, dass Banken mehr Kapital hinterlegen müssen, um im Ernstfall reagieren zu können. Bei Systemversagen sollen die Finanzinstitute schließlich geordnet „heruntergefahren“ werden und in die Insolvenz gehen können.

„Die Finanzmärkte weiter regulieren“ – so muss nach Meinung von Bundesbankpräsident Axel Weber die Devise lauten. Denn nach der Krise ist ansonsten vor der Krise. Doch die soll in Zukunft ja schließlich verhindert werden.

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