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Nachfolgeplanung ist kein Marionettenspiel (41)


In der Nachfolgeplanung müssen die Fäden gekappt werden

Zwar hatte sich der Unternehmer in dieser Phase der Unternehmensnachfolge mit all seinen Kindern versöhnt, stand jedoch erneut vor der Situation, alle Beteiligten in den Prozess der Unternehmensnachfolge zu involvieren. Da waren seine drei Kinder, der Märchenprinz, aber auch die Belegschaft der Knusperhäuschen GmbH. Und auch wenn der Unternehmer nichts mehr von der hinterhältigen Gesellschafterin Heike Hexler wissen wollte, gehörte sie doch nach wie vor dem Unternehmen an.

Die Gespräche damals am runden Tisch hatten zu fruchtbaren Ergebnissen geführt. Der Unternehmer erkannte jedoch, dass die sich ständig verändernden Bedingungen durch eine stetige Kommunikation Regeln erforderten, wenn er die Unternehmensnachfolge zu einem erfolgreichen Abschluss bringen wollte. Mit seinem Sohn Hans in Glück wurde nun eine weitere Person in das Boot geholt – hier galt es, zwischen den Parteien zu vermitteln. Denn nichts schadet einer märchenhaften Unternehmensnachfolge, als dass in unterschiedliche Richtungen gerudert wird.

Insbesondere, wenn die Zeiten stürmisch sind, ist es wichtig, gemeinsam in die gleiche (dabei aber auch in die richtige) Richtung zu rudern. Die Marschrichtung im Falle der Knusperhäuschen GmbH bestand darin, neue Märkte zu erschließen. Schließlich sollte der Familienbetrieb für die Zukunft fit gemacht werden – in diesem Zusammenhang dachte der Unternehmer auch an einen Standortwechsel. Was wäre, wenn es die Feuer-speienden Drachen im Märchenland allzu bunt trieben und den Märchenwald in Flammen setzten?

Unternehmensnachfolge

Ein gute Gelegenheit, die designierten Nachfolger mit eigenen Verantwortlichkeiten auszustatten

Der Unternehmer war sich sehr bewusst, dass seine Kinder, inklusive seinem Schwiegersohn in spe, ihre Position im Unternehmen noch finden mussten. Ihm erschien es daher als eine ausgezeichnete Gelegenheit, sie mit dem Auftrag zu betrauen, einen neuen Standort für das Unternehmen zu finden.

“Meine lieben Kinder, um das Unternehmen für die Zukunft fit zu machen, wollen auch wir an der Globalisierung teilnehmen. Um einen weiteren Standort für die Knusperhäuschen GmbH zu finden, möchte ich euch darum bitten, im Wunderland danach zu suchen. Ich bin mir sicher, dass ihr dieser Aufgabe gewachsen seid und hoffe daher, dass ihr diese Herausforderung meistert.”

Für den Unternehmer war es wichtig zu sehen, wie die Vier im Team zusammenarbeiten und wer in dieser Situation die Führung übernimmt. Ihm war klar, dass er die Führung nun “probeweise” aus der Hand gab, um sie langfristig zu sichern. Für den Unternehmer war dies in der Nachfolgeplanung ein wichtiger Schritt. Gleichzeitig erhielt er so die Freiheit, sich in der Unternehmensführung um andere wichtige Aufgaben zu kümmern.

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