. Zur Startseite Märchen
 

Märchenhafte Pflichtteilsansprüche (38)


Als die Gesellschafterin der Knusperhäuschen GmbH, Heike Hexler, mit Hans im Glück, Alice aus dem Wunderland  und dem weißen Kaninchen das Märchenland endlich erreicht hatte, hielt sich die Freude des Unternehmers verständlicherweise in Grenzen. Schließlich wusste er, dass seine in Ungnade gefallene Partnerin nichts Gutes im Sinn hatte. Diese Befürchtung bewahrheitete sich schließlich, als der verschollene Sohn des Unternehmers, Hans im Glück, ihm von seinen Absichten erzählte, im Erbfall seinen Pflichtteil einzufordern.

Unternehmensnachfolge

Worum geht es in der Unternehmensnachfolge primär?

In der Unternehmensnachfolge geht es um die Weitergabe eines Lebenswerks, in diesem Falle um die Fortführung der Knusperhäuschen GmbH – auch, wenn Geld hier natürlich eine entscheidende Rolle spielt, so ist es dennoch nicht das Wichtigste.  Unser Märchen hat eine andere Botschaft, als der Abschreckung zu dienen. Eigentlich sind es ganz viele Botschaften, die uns wie Brotkrumen den Weg durch die Unternehmensnachfolge weisen.

Über welche Kieselsteine unsere Märchenfiguren stolpern, ist immer wieder erstaunlich, und dennoch so menschlich. “Liebe” – sie ist es doch, mit welcher der Unternehmer sein Lebenswerk aufgebaut hat und mit der er seinen Kindern nun endlich begegnet; letztlich verbindet diese so das Unternehmen mit dem Unternehmer und diesen wiederum mit seinen Kindern.

Hans im Glück jedoch war nur auf sein eigenes Wohlergehen bedacht und wollte im Erbfall nicht auf seinen Pflichtteil verzichten. Auch, wenn sich das Erbrecht im Märchenland ständig änderte und im Laufe der Zeit eine Vielzahl von Reformen stattfanden, so war kaum zu hoffen, dass es in dieser Angelegenheit in Kürze ein Schlupfloch geben würde. Wie sollte der Unternehmer nur so viel Geld aufbringen, um nicht nur die Erbschaftsteuer, sondern auch noch den Pflichtteil zahlen zu können?

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Sie müssen angemeldet sein, um kommentieren zu können.