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Innerbetriebliche Querelen in der Unternehmensnachfolge (33)


Auch wenn es für den Prozess der Unternehmensnachfolge nun nach Friede, Freude, Eierkuchen aussehen mag — die Herausforderungen sind noch längst nicht überwunden. Heike Hexler leitete nämlich einen weiteren Schritt in der Reihe “auszuschließender Fehler” ein, und informierte die Mitarbeiter über die bevorstehende Unternehmensnachfolge.

Sie nutzte die Gelegenheit freilich, um einige Gerüchte zu streuen. Von drastischen Lohnkürzungen und sogar Entlassungen war die Rede, aber auch von verlängerten Arbeitszeiten. Dies führte schließlich dazu, dass es die Angestellten mit der Angst zu tun bekamen … auch Überlegungen, zu streiken, standen nunmehr im Raume.

Heike Hexler hatte damit ein weiteres Ziel erreicht, das Leben des Unternehmers mit neuen Gewichten zu beschweren und so zusätzlich aus dem Gleichgewicht zu bringen. Denn die Mitarbeiter kamen so kaum noch zum Arbeiten, worunter natürlich auch die Produktivität der Knusperhäuschen GmbH litt.

Unternehmensnachfolge

Zumindest leitende Angestellte sollten über die Pläne in der Unternehmensnachfolge in Kenntnis gesetzt werden

Hätte der Unternehmer seine leitenden Angestellten im Vorfeld über seine Pläne zur Unternehmensnachfolge informiert, hätte Heike Hexler sicher nicht so viel Schaden anrichten können. Auch die Entscheidungen am runden Tisch wurden nicht direkt an die Angestellten weitergegeben.

Wie hätte der Unternehmer aber auch ahnen können, dass der runde Tisch nicht nur diese wörtliche Bedeutung hat, sondern letztlich auch eine Metapher für flache Hierarchien darstellt – Gleichberechtigung entsteht schließlich nicht erst dadurch, dass man dort Platz nimmt. Jeder hat das Recht, am runden Tisch zu sitzen, oder passiv formuliert, dass Informationen weitergegeben werden. Leitende Angestellte sollten in den Prozess der Unternehmensnachfolge daher frühzeitig eingebunden werden.

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