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In der Unternehmensnachfolge den rechten Pfad einschlagen (27)


Die Sieben Zwerge hatten in der Zwischenzeit dem Unternehmer eine Brieftaube gesandt … auch wenn dies natürlich nicht der schnellste Weg war. Schneewittchen schalt sie, hatten die Gesellen schon wieder ihre Handys verloren. “Könnt ihr nicht einmal auf euer Zeug aufpassen. Jetzt muss ich schon wieder mit euch auf den Basar fahren. Und ihr wisst doch, dass die Trolle einen immer übers Ohr hauen wollen. Das tut doch so weh.” Via E-Mail oder Skype war auch nichts zu machen. Die Trojaner hatten schon wieder ihren Computer befallen und weigerten sich standhaft, ihre Truppen abzuziehen.

So vergingen einige Tage, bis die Nachricht über den Verbleib von Hänsel und Gretel den Unternehmer erreichte. Der Königssohn, der ihm während der Reise nicht von der Seite wich, schlug vor, den Kindern Hänsel und Gretel ein paar liquide Mittel als Geschenk mitzubringen.

“Bedenke”, sprach der Märchenprinz, “dein Sohn und dein schönes Töchterlein haben sich in der Zwischenzeit doch sehr geplagt. Da du in der Unternehmensnachfolge einst den falschen Weg wähltest, solltest du dir nun umso mehr Mühe geben. Allein deshalb, um deine Kinder für die Unternehmensnachfolge zu begeistern. Wer möchte schon ein Unternehmen beerben, dem die notwendige Liquidität fehlt?”

“Recht hast du”, antwortete der Unternehmer. “Ich werde deinen weisen Ratschlag befolgen. Du wirst später einmal ein guter König sein. Beinahe könnte ich mir dich als Unternehmensnachfolger für mein Unternehmen vorstellen. Du scheinst die Gretel ja auch gerne zu haben, sonst wärst du wohl kaum so lange in meiner Gesellschaft.”

Unternehmensnachfolge

Auch auf dem rechten Weg kann die Unternehmensnachfolge ins Wanken geraten

Obwohl sich zeigte, dass der Unternehmer noch etwas wankelmütig war, schien die Unternehmensnachfolge langsam wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Der erste Schritt war getan: Er war sich seiner Liebe zu den Kindern Hänsel und Gretel und auch ihrer Fähigkeiten in der Unternehmensführung wieder bewusst. Zudem dachte er endlich über das Thema der Liquidität im Erbfall nach. Jedoch ließ seine Wankelmütigkeit den Verdacht aufkommen, er könnte auch in Zukunft das eine oder andere falsche Gewicht in die Waagschale legen.

In unserem Märchen von der Unternehmensnachfolge kann man an dieser Stelle entnehmen, dass die Einstellung des Unternehmers eine wichtige Voraussetzung für eine stringente Nachfolgeplanung ist. Die Zügel fest in den Händen halten, lautet die Devise. Die erste Lektion in der Unternehmensnachfolge hatte der Unternehmer jedoch hinter sich gelassen: In einem Familienbetrieb zählt die Familie, gerade in der Unternehmensnachfolge. Ihm war nun klar, dass er seine Kinder nun gleichberechtigt behandeln musste. Er, der mächtige Unternehmer, hatte seine Fähigkeiten über so viele Jahre erfolgreich in das eigene Lebenswerk eingebracht. In der Unternehmensnachfolge, so war ihm nun klar, waren auch andere Fertigkeiten gefordert. Doch gerade das Ausbalancieren, so wird der Unternehmer noch erfahren, wird sich später als besondere Herausforderung erweisen …

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