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Erbschaftssteuerreform – Eine Hürde für die nachfolgende Generation


Eines war im Vorfeld der Erbschaftssteuerreform aus meiner Sicht – und übrigens auch aus Sicht vieler Kunden – klar; wirklich „leicht“ wird die Unternehmensnachfolge auch 2009 nicht. Aber jetzt mal Tacheles reden: Werden die Anforderungen für die nachfolgende Generation nun höher oder tiefer geschraubt.

Unternehmensnachfolge mit unangenehmen Stellschrauben

Ja, wenn das so einfach wäre – die Stellschrauben wurden für die Erbschaftssteuerreform hier und da festgezogen, dort wieder gelockert: Mann muss schon ein guter „Handwerker“ auf diesem Gebiet sein, um die Feinheiten erkennen zu können. Dies entspricht auch der Meinung vieler Experten… und auch ich stimme dem prinzipiell zu. So sieht Heike Eberle auf selbst-und-ständig in der Erbschaftssteuerreform nicht weniger als eine Mogelpackung, bei der am Ende niemand gewinnt – schon gar nicht der Jungunternehmer, der die Unternehmensnachfolge antritt.

Auf den ersten Blick scheint es in der Tat positiv zu sein, dass im Zuge der Reform höhere Freibeträge verabschiedet wurden:

  • In Steuerklasse 1 gibt es für Ehegatten 500.000 Euro, für Kinder 400.000 € für Enkel 200.000 €
  • In Steuerklasse 2 und 3 sind es je 20.000 € pro Erben.

Das Problem daran ist nur, sich die Bemessungsgrundlage von Immobilien künftig nach ihrem Verkehrswert richtet; und dadurch wird es für viele Unternehmen wiederum teurer – was die Unternehmensnachfolge natürlich erschwert.

Am Ende profitieren insbesondere nur Betriebe, die nach der Unternehmensnachfolge langfristig (erfolgreich wohlgemerkt) fortgeführt werden. Doch wer kann garantieren, dass das Unternehmen nicht auch mal harte Zeiten erlebt. Unterm Strich erschwert die Erbschaftssteuerreform die Unternehmensnachfolge auch im Jahre 2009. Was anfangs noch gut klang, entpuppt sich unterm Strich doch eher als Null-Nummer.

Foto: Pixelio.de

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