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Der Bauer Verlag – Ein Familienunternehmen mit langer Tradition


Ein wahres Familienunternehmen wird im klassischen Sinn seit Generationen in der Familie weitergegeben. Ganz so, wie es die Tradition gerne hätte, ist es aber nur noch in wenigen Familienunternehmen in Deutschland. Oftmals übernehmen Holdings oder Investoren die Unternehmen. Damit wird die Erbfolge in der Familie beendet. Eine rühmliche Ausnahme bildet Heinz Bauer, der in einem besonders umkämpften Markt ein starkes Familienunternehmen präsentieren kann – die Heinrich Bauer Verlag KG.

Seit über 120 Jahren immer ein Bauer an der Spitze

Die Wurzeln des Medienkonzerns liegen in einer kleinen Druckerei in Hamburg, die sich auf die Produktion von Visitenkarten spezialisiert hatte. Der Lithograf Johann Andreas Ludolph Bauer gründet 1875 im Alter von 23 Jahren den Betrieb. Sein Sohn Heinrich und später sein Enkel Alfred führen das Unternehmen weiter. Erste Zeitungen und Zeitschriften erscheinen – teilweise in erstaunlich hoher Auflage.

Ab 1963 ändert sich die Firmenausrichtung mit dem Eintritt des Ur-Enkels Hans Heinrich Bauer. Das Hauptgeschäft wandert von den Rundfunk-Zeitschriften zu Frauen- und Modezeitschriften. Später werden die TV- und Hörfunkzeitschriften wieder ins Programm genommen. Ende der 60er-Jahre folgen Zeitschriften wie „Bravo” oder der deutschsprachige „Playboy”. Auch ins Privatfernsehen steigt der Verlag ein und produziert Formate wie „Bravo TV”.

Familiennachfolge hat bei Bauer Tradition

Bauer ist zwar nicht der einzige Verlag, der noch in Familienbesitz ist, doch stellt diese Form der Firmenführung besonders im Medienbereich inzwischen eher eine Ausnahme dar. Mit Hans Heinrich Bauer steht inzwischen der dritte Nachfolger aus der Bauer-Familie an der Spitze des Verlages. Mit 308 Zeitschriften international und 46 Zeitschriften in Deutschland erreicht der Verlag eine Auflage von insgesamt rund 16 Millionen Exemplaren. Der Umsatz lag 2007 bei 1,81 Milliarden Euro. Gemeinsam mit seiner Frau Gudrun hat Heinz Heinrich Bauer fünf Kinder, von denen vier Kinder im Unternehmen arbeiten. Das fünfte Kind starb 1988 im Alter von fünf Jahren an Leukämie. Ob eine der vier Töchter einmal das Unternehmen führen wird, ist offiziell bis heute nicht geklärt.

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