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Das Warten auf die Erbschaftssteuer (24)


Der Königssohn war inzwischen beim Unternehmer angekommen, um mit ihm über die sicherlich bald anstehende Erbschaftsteuer zu sprechen. Man kann sich vorstellen, dass es dem Senior auf der Stelle noch schlechter ging. Der Märchenprinz handelte zudem wenig einfühlsam, wenn auch nicht in böswilliger Absicht.

Als er erkannte, wie sehr der Unternehmer unter seiner Forderung nach der Erbschaftssteuer litt, rang er nach heiteren Worten. Also erzählte er ihm, was ihm auf seinem Wege widerfahren war. Der Unternehmer merkte anhand der detailgetreuen Beschreibung, dass es sich nur um seine Kinder Hänsel und Gretel handeln konnte.

Da erwachten die Lebensgeister des Unternehmers wieder, der dem Königssohn sofort zu verstehen gab: “Auf die Erbschaftsteuer musst du wohl noch eine Weile warten, edler Herr. Endlich bin ich wieder unternehmenslustig – mein Unternehmen werde ich wohl noch eine Weile führen. Doch erst suche ich meine Kinder, die mir für die Unternehmensnachfolge nunmehr prädestiniert erscheinen. Bald kann ich den richtigen Weg in der Nachfolgeplanung einschlagen, wenn ich meine Lieben wieder bei mir weiß. Ich schätze mich glücklich, zwei so prachtvolle Kinder wie den Hänsel und die Gretel zu haben.”

Unternehmensnachfolge

Der Königssohn hatte nun verstanden, warum ihn das Mädchen im Märchenwald von sich gestoßen hatte. Er versprach, dem sorgenvollen Vater in seiner Not zu helfen. “Ich möchte Sie gern begleiten; gemeinsam finden wir ihre Nachfolger.”

“Die Erbschaftssteuer wirst du eines Tages bekommen. Die Macht über mein Unternehmen bekommst du jedoch nicht. Ich werde meine Kinder von nun an lenken und ihnen nach und nach die Vollmacht übertragen. Sie sind mir nämlich das Wichtigste.”

Der Unternehmer hatte die Prioritäten in der Unternehmensnachfolge erkannt: Erst kommt die Familie, dann die Macht und zuletzt das Geld. Um mit einer erfolgreichen Übergabe des Familienunternehmens an die Kinder das i-Tüpfelchen zu erreichen, mussten die Voraussetzungen sichergestellt werden. Hier war das alte Problem noch nicht ganz gelöst, auch wenn der Unternehmer nach wie vor keine Ahnung davon hatte, dass ihm sein Sohn Hans im Glück, den er mit seiner ersten Frau hatte, einen Strich durch die Rechnung machen würde. Um die Erbschaftssteuer später zahlen zu können, so viel war ihm klar, musste er vorsorgen.

Lesen Sie im nächsten Teil, wie der Unternehmer die Nachfolgeplanung vornimmt und sowohl den Königssohn, als auch seine Kinder gezielt mit einbezieht. Auch die Gesellschafterin Heike Hexler wird natürlich wieder mit von der Partie sein …

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