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Das Kartenhaus in der Unternehmensnachfolge (34)


Mit offenen Karten spielen, damit das Kartenhaus nicht zusammenfällt

Heike Hexler, die Gesellschafterin der Knusperhäuschen GmbH, war beim Unternehmer in Ungnade gefallen; hatte sie ihm doch empfohlen, die Kinder hinfort zu schicken. Der Unternehmer hatte sie daher bewusst aus dem Gespräch am runden Tisch herausgehalten. Er war sich sicher, dass sie nichts anderes als Unheil stiften würde, waren ihr die Kinder doch seit jeher ein Dorn im Auge. Er ahnte ja nicht, dass die alte Frau, nachdem sie den Zauberspiegel zerbrochen hatte, nun bei ebay eine Kristallkugel ersteigert hatte, mit der sie die Geschehnisse bis ins kleinste Detail erfahren konnte.

Unternehmensnachfolge

Die Partnerin des Unternehmers war über ihre Entdeckung ganz zornig vor Wut, und schwor sich: “Euch werde ich es zeigen, mich auf diese infame Art und Weise zu hintergehen! All die Jahre, die ich mit dir, Unternehmer, Seite an Seite geknuspert und das Unternehmen Stückchen für Stückchen aufgebaut habe – und nun gibst du das Unternehmen nicht mir, sondern diesen Kindern!

Aber ich weiß schon, wie ich es dir heimzahle. Du denkst sicherlich, du würdest von deinem verschollenen Sohn, dem Hans im Glück, nie wieder etwas hören. Doch ich kann mit meiner Kristallkugel ganz einfach mit ihm Kontakt aufnehmen und ihn über die Situation informieren. Immerhin hat auch er legitime Ansprüche auf das Unternehmen. Ihn musst du dann auch noch ausbezahlen. Ich bin sehr gespannt, ob dir dein Königssohn auch das noch finanzieren wird.”

Der Unternehmer hatte es in der Unternehmensnachfolge nur gut gemeint, indem er die Gesellschafterin Heike Hexler aus den Gesprächen herausgehalten hatte. Dennoch würde er bald merken, dass es in der Nachfolgeplanung besser ist, mit offenen Karten zu spielen. Dies hatte nicht nur etwas damit zu tun, dass er seine Partnerin nicht in seine Pläne eingeweiht hatte, sondern seine Angestellten ebenfalls nicht.

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