. Zur Startseite Märchen
 

Chefin der Citibank Deutschland mit 37 Jahren


„Ich bin für Großkonzerne nicht gemacht“, behauptet eine Frau von sich, die Ende der Neunziger Jahre zum ganz großen Karrieresprung ansetzte und inzwischen das Bankengeschäft doch komplett wieder verlassen hat. Christine Novakovic werden einige von Ihnen bestimmt unter dem Namen Christine Ricci besser kennen. Was hat die Karrierefrau bewogen, nach nur wenigen Jahren an der Spitze eines Konzerns, den Rückzug aus der Öffentlichkeit anzutreten?

Christine Novakovic – eine Bankmanagerin mit kometenhaften Aufstieg

Sechs Jahre lang bis zu ihrem Abschluss als Diplom-Kauffrau studierte Christine Novakovic an der Wirtschaftsuniversität Luigi Bocconi in Mailand. Nach ihrem Studium mit den Schwerpunkten Betriebswirtschaft und Europäisches Wirtschaftsrecht begann Novakovic 1990 als Trainee bei der Dresdner Bank in Mailand. Ihre Karriere ging danach steil bergauf.

Bereits 1996 wurde die Diplom-Kauffrau Leiterin Treasury für Zentraleuropa bei der Citibank AG in Frankfurt am Main. Ein Jahr später war sie verantwortlich für das Optionsscheingeschäft und stieg 1999 in den Vorstand der Citibank auf. Zwei Jahre später übernahm Christine Novakovic den Vorstandsvorsitz der Citibank Privatkunden AG Deutschland. Bereits im Mai 2004 verließ sie die Citibank wieder. Für wenige Monate war die in Südtirol geborene Bankmanagerin im Vorstand der HypoVereinsbank AG aktiv, bevor die Bank von der italienischen UniCredit übernommen wurde.

Seit 2005 ist es still um die ehemals schillernde Frontfrau

Was ist aus Christine Novakovic geworden, die 2003 von der Wirtschaftswoche zur „Managerin des Jahres“ erklärt wurde? Ihre Begründung ist kurz und knapp: „Ich möchte nicht mehr so eine ferngesteuerte Maschine sein.” Bei der Citibank habe sie “gearbeitet wie eine Wahnsinnige”, mehrere Jahre als Alleinstehende nach der ersten gescheiterten Ehe. „Letztlich wollte ich schon mit vierzig eine Auszeit, die Kinderfrage spielte da auch mit rein.”

Heute lebt die 45-Jährige mit ihrem Mann in Zürich und arbeitet nebenbei als Schmuckhändlerin, einer alten Leidenschaft von ihr. So ganz die Finger vom Bankgeschäft kann Christine Novakovic allerdings auch nicht lassen. Seit April 2008 ist sie Mitglied im Aufsichtsrat des schwedischen Finanzdienstleistungskonzerns SEB.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Sie müssen angemeldet sein, um kommentieren zu können.