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In der Unternehmensnachfolge an einem Strang ziehen


Vor kurzen habe ich noch über die Vorteile von Familienunternehmen geschrieben, die ich insbesondere in der Verbundenheit der Mitglieder sehe. „Verbundenheit“, das heißt jedoch keineswegs immer „Einigkeit“ oder „Gleichförmigkeit“.

Ich halte es sogar für äußerst wichtig, dass sich die Mitglieder der Familie durchaus auch aneinander reiben, gerade, wenn sie gemeinsam in dem Familienunternehmen involviert sind. Wer als Unternehmer erwartet, dass ihm die Kinder in Reih und Glied folgen, muss sich auf ein heilloses Durcheinander gefasst machen. Umgekehrtes gilt selbstverständlich auch für die Kinder, die von ihrem Vater kaum erwarten können, dass er seinen Führungsstil einfach verändert und das Steuer somit herumreißt.

Unternehmensnachfolge steuern: In Familienunternehmen sind beide Seiten gefordert

Wer als Unternehmer jedoch langfristig das Steuer aus der Hand geben will, sollte seinen Führungsstil überdenken. „Einlenken“ heißt die Devise auf beiden Seiten. Schließlich fahren beide Parteien in der Regel auf einem unterschiedlichen, ja sogar entgegengesetzten Kurs. Dies birgt die Gefahr in sich, im Falle eines Konfrontationskurses, aneinander zu zerschellen oder aber darin, das gemeinsame Ziel aus den Augen zu verlieren. In beiden Fällen leidet Ihr Lebenswerk, das im Extremfall schließlich dem Untergang geweiht ist.

Wer in der Unternehmensnachfolge an einem Strang ziehen möchte, der darf sich also durchaus auch mal in einem „Tauziehen“ an dem jeweils anderen reiben. Das Entscheidende ist jedoch, dass beide Parteien respektvoll miteinander umgehen und sich der Fähigkeiten desjenigen am anderen Ende des Taus bewusst sind. Nur so können beide Seiten ihre Fähigkeiten in den Familienbetrieb mit einbringen und die Unternehmensnachfolge erfolgreich in den sicheren Hafen führen.

Foto: Pixelio.de

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