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Acht Faktoren für ein Scheitern in der Unternehmensnachfolge


Ich kann es nicht oft genug sagen: Über 70.000 Unternehmensnachfolgen in Deutschland scheitern jedes Jahr. Wie aber kommt es zu diesem Scheitern? In diesem Artikel nenne ich acht Faktoren, die zu einer gescheiterten Unternehmensnachfolge führen. Abgeleitet habe ich sie aus dem folgendem Video, das ich äußert gelungen finde.

In der Unternehmensnachfolge sollte sich der Eigner keinesfalls einbringen. Das andere Extrem fördert ebenfalls ein Scheitern in der Unternehmensnachfolge: Der Versuch, wirklich alles im Griff zu haben und zu kontrollieren, hilft hier ungemein.

  1. Wie so häufig im Leben, so zeigt auch diese Regel für ein Scheitern in der Unternehmensnachfolge zwei Seiten der Medaille: Im ersten Fall versäumt es der Eigner, die Nachfolgeplanung seines Unternehmens in die Hand zu nehmen. Diese Passivität ist ebenso gefährlich, wie die (aktive) Kontrolle der Unternehmensnachfolge: Ihre Firma ist damit in dieser Phase nur so intelligent wie die Führung. Dabei können leitende Angestellte, Ihr potentieller Nachfolger, sowie Unternehmensberater, Mediatoren etc. wichtige Impulse liefern, die gerade in der Nachfolgeplanung hilfreich sind.
  2. Gerüchte sind bei einer gescheiterten Unternehmensnachfolge das Salz in der Suppe. Wer hier ein „Meisterkoch“ ist und deftig versalzene Speisen serviert, dem wird die auch die Unternehmensnachfolge schnell versalzen. Sprechen Sie ebenso voreilig wie verfrüht über Entlassungen, Schließungen von Abteilungen oder anderen nicht bestätigten Veränderungen.
  3. Multitasking ist eine ausgezeichnete Strategie, um in der Unternehmensnachfolge für kollektive Überforderung so sorgen. Lassen Sie sich mit der Nachfolgeplanung keine Zeit, damit alles möglichst schnell, und damit gleichzeitig ablaufen kann.
  4. Wenn Ihnen die dritte Regel noch nicht reicht, können weitere Unruhe in das Unternehmen hineinbringen, indem Sie wie folgt Druck machen: Nur der Einsatzbereiteste überlebt die Unternehmensnachfolge. Das sitzt wie angegossen. Damit wird die systematische Nachfolgeplanung Ihres bislang florierenden Traditionsunternehmens empfindlich gestört.
  5. Suchen Sie so früh wie möglich nach dem oder den Schuldigen, ohne selbst Veränderungen herbeizuführen. Sei es, dass der Zeitpunkt der Nachfolgeplanung nicht der Richtige ist, der Nachfolger nicht über die notwendige Qualifikation verfügt, oder Streitigkeiten innerhalb der Familie die Unternehmensnachfolge lähmen. Diese Sichtweise ist geradezu ideal, um der Unternehmensnachfolge gezielt zu ihrem Scheitern zu verhelfen.
  6. Regeln sind dazu da, um eigehalten zu werden. Diskutieren Sie daher auf keinen Fall öffentlich über den Sinn und Unsinn von Regeln. Damit verhindern Sie zusätzlich Veränderungen, was das Scheitern in der Unternehmensnachfolge erleichtert.
  7. Werden Beschlüsse auf der informellen Ebene ständig hinterfragt, streuen Sie in die systemische Nachfolgeplanung systematisch Sand ins Getriebe.
  8. Schaffen Sie vor allem ein Ungleichgewicht zwischen Beschlussebene und Umsetzungsebene. In vielen Unternehmensnachfolgen ist die Nachfolgeplanung auf dem Papier gut geregelt – nur umgesetzt wird davon oftmals herzlich wenig.

Diese alt Regeln führen geradewegs in eine gescheiterte Unternehmensnachfolge. Wer sie beherzigt, reiht sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Riege der Unternehmen ein, die die Unternehmensnachfolge alljährlich in Angriff nehmen.

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